Der Biofilm

Die Wurzel allen Übels bei der Rohrnetzverkeimung

in Trinkwasser-Erwärmungsanlagen


Vor rund 15 Jahren wurden die
Legiokill®-Systeme entwickelt, durch die ständige Weiterentwicklung den heutigen hygienischen Anforderungen angepasst, tausendfach installiert und erfolgreich betrieben.

Diese Systeme haben als Grundidee:

  1. Die Entstehung oder das Wachstum von Biofilmen als Ernährungs- und Lebensgrundlage für Legionellen muss deutlich reduziert, möglichst ganz ausgeschlossen werden. Es gilt, Härteablagerungen im warmwasserführenden Rohrnetz zu verhindern.

    Der Bildung des Biofilms tatenlos zuzusehen und auf die aus dem Biofilm hervorgehenden Keime, Bakterien oder Einzeller (Amöben) mit den unterschiedlichsten Verfahren zu reagieren, ist der falsche Weg.

  2. Bakterien/Keime die über den Kaltwasserzulauf in das Trinkwasser-Erwärmungssystem "Legiokill®" gelangen, werden im Speicher des Legiokill®-Systems bei einer Wassertemperatur von 65-70°C sicher abgetötet. Somit wird verhindert, dass Bakterien/Keime in das nachgeschaltete warmwasserführende Rohrnetz gelangen, sich dort vermehren und über die Zapfarmaturen austreten, um sodann den Nutzer zu gefährden.

  3. Das auf 65-70°C erwärmte Trinkwasser verweilt - durch besondere konstruktive Maßnahmen der Warmwasserspeicher begünstigt - mindestens 6 bis 10 Minuten innerhalb der Trinkwasser-Erwärmungsanlage auf dieser Temperatur, je nach hygienischen Anforderungen und dem entsprechenden erforderlichen Sicherheitsfaktor. So werden mit grösster Sicherheit alle Legionellen und ein sehr hoher Prozentsatz weiterer im Wasser befindlicher Bakterien abgetötet.

    Es tritt nur thermisch desinfiziertes Wasser in das warmwasserführende Rohrsystem ein.

  4. Bei einer Temperatur von 65-70°C wird das Kalk-Kohlensäure- Gleichgewicht gestört und die Karbonathärteausfällung beginnt durch die verminderte Gas- (CO2)-Löslichkeit im Wasser sofort. Ein Teil der Härtebildner fällt in den Speichern aus und wird dort abgeschlammt. Das Wasser verlässt den/die Speicher mit einem entsprechenden Anteil an freiem CO2.

    Durch die Kühlung des 65 bis 70°C warmen Wassers auf eine einstellbare Temperatur zwischen 55-45°C wird die Gaslöslichkeit im Wasser weiter erhöht, so dass die sich noch im Wasser befindlichen Härtebildner im nachgeschalteten warmwasserführenden Rohrsystem nicht ausfallen. Sie verlassen mit der Zapfung das System. Somit ist die Grundlage zur Bildung eines Biofilmes ausgeschlossen, nämlich das Nährstoffangebot.

  5. Um sicher zu verhindern, dass Legionellen, die womöglich in Armaturen, Duschköpfen etc. siedeln, die Rohrsysteme kontaminieren, wird etwa 1/3 des Zirkulations-Volumenstromes ständig im Legiokill®-System erneut thermisch desinfiziert und dem Gesamt-Zirkulations-Volumenstrom wieder beigemischt.

    Bei einer dreimaligen Umwälzung des Inhaltes des warmwasserführenden Rohrsystems je Stunde, ergibt das eine einmalige thermische Desinfektion des Gesamtinhaltes pro Stunde.

    Die Verdopplungszeit der Legionellen liegt bei etwa zweieinhalb bis drei Stunden , sofern die Voraussetzungen entsprechend gegeben sind, d.h. bei optimalen Nährstoffangebot und Wassertemperaturen zwischen 35- 45°C.

    Ist nun, wie im Legiokill®-System mit zwei bis dreifacher Sicherheit gegeben, das Desinfektionsintervall des Wassers zeitlich geringer als die Verdoppelungszeit der Legionellen, kann es bei bestimmungsgemäßen Betrieb der Legiokill®-Anlage sowie richtiger Funktion der Zirkulation des warmwasserführenden Rohrsystems nicht zu einem Legionellenwachstum über die Grenzwerte hinaus
    kommen.

  6. Die Verbrühungsgefahr an den Warmwasser-Zapfstellen ist während des normalen Betriebes auf ein Minimum reduziert. Aufwendige thermostatische Sicherheitsarmaturen, die eine möglicherweise nötige thermische Desinfektion des gesamten Rohrnetzes einschließlich der Armaturen nicht zulassen, sind nicht erforderlich.

    Mit dem Einsatz des Legiokill®-Systems sind der Wartungsaufwand und die Betriebskosten bei einer Trinkwarmwasser-Temperatur von 45 - 55°C im warmwasserführenden Rohrsystem erheblich geringer, als bei einer Fahrweise mit 60°C im Rohrnetz nach DVGW-Arbeitsblatt W 551,(siehe Punkt 3 Vermeidung von Härteausfällungen).

  7. Eine der wichtigsten Voraussetzungen um eine Trinkwasser-Erwärmungsanlage und das nachgeschaltete warmwasserführende Rohrsystem innerhalb der zugelassenen Grenzwerte für eine Legionellenbelastung betreiben zu können, ist ein hydraulisch abgleichbares Rohrsystem und die Vermeidung von nichtzirkulierenden Rohrstrecken.

    Eine Überprüfung des Zustandes in den Rohrleitungen ist durch die Installation von ausbaubaren, rund 300 mm langen Probestücken mit Umgehungsleitungen und deren regelmäßige Inspektion möglich. Die Platzierung der Probestücke muss anlagenspezifisch festgelegt werden.

    Darüber hinaus kann in den Nachtstunden - bei Bedarf oder regelmäßig - durch Umgehung der Kühl-Mischeinrichtung, eine Desinfektion des gesamten warmwasserführenden Rohrnetzes mit der Desinfektionstemperatur von 65 - 70°C durchgeführt werden.

    Jedoch besteht während dieses Zeitraums Verbrühungsgefahr an den Zapfstellen.

  8. Es kann durchaus sinnvoll sein z.B. die thermische Desinfektion mit der UV-Desinfektion zu kombinieren.
    Hingegen ist es wenig sinnvoll, innerhalb des Rohrsystems auf chemischen Wege Desinfektionsmittel zu erzeugen, die in einem beschränkten Wirkungsbereich Keime abtöten, wenn sich gleichzeitig nicht um die Nebenwirkungen durch Zugabe von Natriumchlorid  o.ä. gekümmert wird. (u.a. erhöhte Korrosionsgefahr, Grenzwertüberschreitungen)

  9. Die Trinkwasser-Erwärmungssysteme und die Systeme zur Legionellenprophylaxe müssen als eine Einheit geplant, installiert und betrieben werden können. Sie müssen auf ihre Wirksamkeit und auf ihren bestimmungsgemäßen Betrieb vom Betreiber einfach und sicher zu beurteilen sein.

    Falls gewünscht und erforderlich, müssen die wichtigsten Kriterien der Systemwirksamkeit
    automatisch protokolliert werden können.

    Sämtliche unter den Punkten 1.) bis 6.) und 9.) beschriebenen verfahrenstechnischen Vorgaben werden von den speziellen Trinkwasser-Erwärmungsanlagen zur Legionellenprophylaxe DMS-HORNE-
    Legiokill® erfüllt.

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